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Anschlussarten von HDD und SSD

Anschlüsse von HDD und SSD | Bild : © astral (Elena Yaremova)/Depositphotos.com

PC oder Notebook: SSD ersetzt heute in vielen Fällen die alte HDD. Aber was bedeutet das für die Anschlüsse? Können Sie wirklich zu Hause einfach so eine SSD in Ihr Laptop oder Ihren PC einbauen? Zumindest bei den SATA-Anschlüssen sollten Sie aufpassen. Welche Bauformen von SSD Festplatten gibt es, wie werden sie eingebaut und was müssen Sie sonst noch beachten?

Wirklich interessant werden die Anschlussarten von HDD und SSD erst, wenn die HDD durch eine SSD Festplatte ersetzt werden soll. Wenn Sie eine SSD einsetzen, beschleunigen Sie damit Ihre Arbeitsgeschwindigkeit. Und zwar sowohl am PC als auch am Notebook. SSD steht für Solid-State-Drive. Es handelt sich um ein digitales Speichermedium, also eine Festplatte. Herkömmliche Festplatten werden auch als HDD bezeichnet. Sie hatten beglichen Teile, was sie eher empfindlich und wenig robust machte. Die SSD hat keine beweglichen Teile, sie besteht aus Flash-Speichern. Und sie funktioniert im Grunde genommen wie ein USB-Stick. Allerdings sind SSDs sehr viel leistungsfähiger und schneller in der Datenverarbeitung als USB-Sticks. Sie basieren auf Thunderbolt.

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Ohne technische Vorkenntnisse SSD in den PC einbauen?

Das funktioniert tatsächlich, technische Vorkenntnisse benötigen Sie nicht. Das gilt allerdings nur für den PC. Beim Laptop oder beim iMac kann die Sache etwas komplizierter werden. Hier eine kurze Übersicht, wie der Einbau bei einem PC funktioniert:

  • Alle Daten der Festplatte auf einem externen Speichermedium sichern.
  • Das Gerät ausschalten und den Netzstecker ziehen.
  • Die Seitenwand des Gehäuses abnehmen beziehungsweise beim Notebook die Decken auf der Rückseite entfernen.
  • Die vorhandene Festplatte herausnehmen.
  • Einen freien Einschub oder Platz für die SSD Festplatte suchen
  • Alle Anschlüsse der SSD Festplatte überprüfen und die Festplatte mit dem Mainboard verbinden.
  • Die SSD Festplatte in das Gerät einsetzen. Vergewissern Sie sich jetzt, ob alle Stecker richtig sitzen. Die Festplatte muss sicher montiert sein.
  • Gehäuse oder geöffnete Klappen wieder schließen.
  • Den Netzstecker einstecken und das Gerät neu starten.
  • SSD Festplatte formatieren.
  • Das Betriebssystem neu installieren oder von der alten Festplatte klonen.

Die Neuinstallation wird hier nicht im Detail beschrieben, denn für die verschiedenen Anschlüsse spielt sie keine Rolle. Der Wechsel von der HDD zur SSD Festplatte ist denkbar einfach. Aber warum ist eine SSD Festplatte so vorteilhaft?

Vorteile von SSD Festplatten

SSD starten innerhalb weniger Millisekunden und sind extrem schnell. Die Einschaltverzögerung ist kaum spürbar, und auch die Zugriffszeiten sind verzögerungsfrei. Lesen und Schreiben vom Datenträger funktioniert einwandfrei. SSD haben eine hohe Datentransferrate, so dass Dokumente noch schneller verschoben werden können. Da es keine beweglichen Teile gibt, arbeiten Sie mit SSD frei von Geräuschen und Vibrationen. Und genau das hat auch eine niedrigere Ausfallquote zur Folge. Weniger mechanischen Teile bedeutet immer, dass weniger Teile ausfallen können.

Der Stromverbrauch ist bei SSD Festplatten geringer, und sie können öfter beschrieben werden als HDD Festlatten. Die Lebensdauer ist also ebenfalls erhöht. Der einzige Nachteil liegt in den etwas höheren Anschaffungskosten.

SSD Festplatten in unterschiedlichen Variationen

Natürlich wollen Sie in Ihr superdünnes Notebook oder in Ihren Tablet PC keine große, sperrige Festplatte einbauen. Die Bauformen und Anschlüsse von SSD Festplatten sind für die unterschiedlichen Geräte optimiert.

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SATA SSD

Wir unterscheiden zwischen SATA I, SATA II und SATA III. SATA I ist die älteste Bauform von SSD und wird heute so nicht mehr benutzt. Bei SATA I wurden Daten mit bis zu 150 MB/sec übertragen. SATA II ist mit 300 MB/sec schon doppelt so schnell, diese Form ist heute noch in Gebrauch. Normalerweise erhält man aber SATA III. Mit einer Datenrate von 600 MB/sec ist die SSD Festplatte sehr schnell.

Sie ist 2,5 Zoll groß und wird normalerweise in PCs verbaut. Für Notebooks und Tablet PCs gibt mSATA (Mini-SATA). Die mSATA kommt ohne das dazugehörige Gehäuse daher und ist kleiner. Auch hier liegt die Übertragungsrate bei 600 MB/sec.

M.2

Diese SSD Festplatte kann alles, was die SATA auch kann. Die M.2 ist allerdings noch einmal kleiner als die mSATA und wird daher für Ultrabooks und anderen sehr dünnen Laptops genutzt.

PCI-e

PCI-e steht für PCI-express. Bei der PCI-e handelt es sich genau genommen nicht um eine SSD Festplatte. Der Begriff PCI-e bezeichnet stattdessen eine Schnittstelle, die die Geschwindigkeit der Datenübertragung noch einmal beschleunigt. Mit PCI-e ist die SSD also schneller – auch wenn es sich um eine SATA oder mSATA oder M.2 handelt. Innerhalb von PCI-e gibt es auch wieder Unterschiede: PCI-e 2.0 x2 liefert zirka 1.000 MB/sec bei 800 MB/sec Lesegeschwindigkeit. PCI-e 2.0 x4 schafft das Doppelte, und bei PCI-e 3.0 x4 vervierfacht sich die Geschwindigkeit. Je höher die Zahl vor dem Punkt, desto neuer und schneller ist die Variante. Aber das ist nur dann relevant, wenn Ihr Mainboard das auch unterstützt.

SAS

Auch bei SAS handelt es sich um eine Schnittstelle für SSD Festplatten. Sie wurde vor allem für Server PCs konzipiert. Der Gedanke dahinter: Sie schließen mehrere Laufwerke zusammen und beschleunigen dadurch die Datenübertragung. Auch SAS steht also nicht für eine Bauform der SSD Festplatte.

SSD Festplatte doch nicht selber einbauen?

Der Einbau einer SSD Festplatte ist nicht so kostenintensiv, wie die meisten Menschen annehmen. Wer sich das selbst nicht zutraut oder aus zeitlichen Gründen lieber den Fachmann heran lässt, muss mit Kosten zwischen 30 Euro und 200 Euro rechnen. ES hängt schlicht vom Gerät ab, wie hoch die Kosten für den Einbau ausfallen.

Voraussetzungen für den Einbau einer SSD Festplatte

Natürlich können ganz alte PCs mit der neuen Technologie nicht umgehen. Ein paar Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Sie wirklich Spaß mit Ihrer neuen SSD Festplatte haben. Ihr Mainboard sollte einen SATA-Controller mitbringen. Damit sich die schnellere Datenübertragung der SSD bemerkbar macht, muss es wenigstens ein SATA II sein. SATA III ist noch besser. Stellen Sie sicher, dass im BIOS der AHCI-Modus aktiviert ist, wenn Sie mit Windows arbeiten. Andernfalls erkennt Ihr Rechner die SSD nicht. Welche Windows-Version Sie nutzen, ist dagegen erst einmal nebensächlich. Zumindest dann, wenn es sich um Windows 7, Windows 8 oder Windows 10 handelt. Denn diese Versionen beherrschen schon die TRIM-Funktion. Das wollen Sie, denn diese Funktion verhindert, dass Ihre SSD im Laufe der Zeit langsamer wird.

Verwenden Sie eine M.2 SSD, sollten Sie einen der M.2 Anschlüsse nutzen. Denn dann kann Ihre SSD mehrer Gigabyte pro Sekunde übertragen. Den M.2 haben aber nur aktuellere Mainboards und moderne Laptops.

Und die alte Platte?

Die alte HDD Festplatte müssen Sie nicht entsorgen. Die können Sie mit einem USB-Gehäuse oder einem USB-Adapter für SATA-Festplatten weiterverwenden. Sie verbinden die Platte mit dem Steckkabel und haben dann eine externe Festplatte – die Sie selbst gebaut haben. Übrigens kommt das USB-Gehäuse beim SSD-Neukauf mit. Ansonsten können Sie es auch separat erwerben.

Und was ist mit IDE (PATA)?

Noch eine Abkürzung, die Sie vielleicht nicht sofort verstehen. IDE steht für Integrale Drive Electronics. Es handelt sich dabei um eine alte Festplatten-Schnittstelle. Hier war die Steuerungselektronik in das Festplattengehäuse integriert. IDE ist bereits aus der Mode und wird nicht mehr produziert. Danach kam IDE (EIDE), eine Weiterentwicklung. Und das System wird auch als ATA (PATA) bezeichnet – bisweilen als IDE (PATA). Die Übertragungsgeschwindigkeit ist hier deutlich höher, und Sie können ein CD-ROM oder DVD-Lauvwerk anschließen.


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