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Externe Festplatten für Mac – Ratgeber für die Auswahl

Externe Festplatte für Mac| Bild : © ifeelstock (A Ancu)/Depositphotos.com

Fast alle Mac-Nutzer kennen ein Problem nur zu gut: mangelnden Speicherplatz auf der Festplatte. Apple bietet seit Jahren Computer, in denen sich diese nicht mehr wechseln lässt. Es gilt der Grundsatz: „Was Sie kaufen, ist, was Sie für die Lebensdauer des Computers nutzen.“ Wird es eng, hilft nur eine externe Festplatte. Für die Apple-Rechner sind dabei jedoch einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Dieser Ratgeber soll Ihnen bei der Auswahl helfen.

SSD oder HDD: Geschwindigkeit oder viel Speicherplatz?

Externe Festplatten gibt es in zwei Varianten: erstens kann es sich um eine SSD handeln. Diese ist in der Lage, Daten blitzschnell zur Verfügung zu stellen. Alle aktuellen Macs kommen standardmäßig mit einer entsprechenden Festplatte als internem Speichermedium. Eine SSD ist allerdings nicht nur schneller, sondern auch teurer als die andere Option HDD. Deshalb gilt: Eine SSD ist der richtige Griff, wenn die Daten der externen Platte mit hoher Geschwindigkeit zur Verfügung gestellt werden sollen. Eine HDD ist das Speichermedium der Wahl, wenn es Ihnen um viel Speicherplatz geht.

Konkret für einen Mac-Rechner heißt dies: Wenn Sie Daten auslagern möchten/müssen, die im täglichen Gebrauch sind, sollten Sie eine SSD wählen. Wenn Sie die Festplatte stattdessen für ein Time Machine-Backup verwenden, genügt eine HDD. Gleiches gilt, wenn Sie beispielsweise Fotos oder Textdateien auslagern möchten. Die entsprechenden Dateien sind vergleichbar klein und können deshalb bei Bedarf noch immer schnell aufgerufen werden.

Der richtige Anschluss der externen Festplatte: USB-C oder Pflicht zum Adapter

Externe Festplatten lassen sich fast immer per Kabel mit dem Mac verbunden. Es gibt zwar einige Varianten, die mittels Bluetooth oder AirPlay funktionieren. Diese sind jedoch langsamer sowie teurer als ihre Pendants und deshalb nicht empfehlenswert. Dies bedeutet jedoch zugleich auch, dass eine kagelgebundene Festplatte über einen passenden Anschluss für den Apple-Rechner verfügen muss. Bekanntlich ist dies für einige Macs nicht so einfach. Oft gilt: Die externe Festplatte benötigt ein USB-C-Kabel *- oder Sie müssen einen Adapter kaufen. Diese Übersicht hilft Ihnen, den für Sie passenden Fall zu identifizieren:

  1. alle Macbook Pros seit 2016: ausschließlich USB-C-Ports vorhanden
  2. alle Macbooks seit 2015: ausschließlich ein einzelner USB-C-Port vorhanden (Adapter deshalb auch dann notwendig, wenn Sie gleichzeitig laden und die Festplatte nutzen möchten)
  3. alle Macbook Airs seit 2018: ausschließlich USB-C-Ports vorhanden
  4. Macbook Pros bis einschließlich 2015: USB-A-Ports („Entenschnabel“), dafür kein USB-C
  5. Macbook Airs bis einschließlich 2017: USB-A, aber kein USB-C

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Mac Minis, iMacs und Mac Pros verfügen stets über die sogenannten „Legacy-Ports“, zu denen auch USB-A gehört. Dieser Anschluss ist nach wie vor am weitesten verbreitet. Zu beachten ist, dass ältere Varianten nicht notgedrungen USB-C haben. Beim Mac Mini wurden diese Anschlüsse beispielsweise erst mit den 2018er Maschinen eingeführt.

Unser Rat: Wenn möglich, sollten Sie eine externe Festplatte mit einem USB-C-Kabel kaufen. Es ist absehbar, dass Apple dauerhaft nur auf diesen Port vertraut. Wenn Sie irgendwann einen neuen Mac erwerben, fällt der Wechsel deshalb einfacher.

Das Speicherformat: HFS+ statt FAT32

Praktisch alle externen Festplatten sind im Speicherformat FAT32 vorformatiert, wenn Sie diese nicht direkt von Apple kaufen sollten. Dies führt zu einigen Problemen: Macs können mit dem Format erstens nicht problemlos (und teilweise überhaupt nicht) umgehen. Zweitens kann FAT32 keine Dateien unterstützen, die größer als 4 GB sind. Bei Filmen wird diese Grenze leicht erreicht. Wenn Sie beispielsweise Ihren Mac für die Videobearbeitung nutzen, ist FAT32 ungeeignet.

Gleiches gilt, wenn die Festplatte für ein Backup mittels der Apple-Software Time Machine dient. In beiden Fällen benötigen Sie das Format HFS+ (Mac OS Extended). Die gute Nachricht: Der Computer bietet Ihnen von alleine an, die Festplatte entsprechend zu formatieren, sobald Sie diese mit dem Rechner verbinden. Das Ganze hat den Nachteil, dass auf der Festplatte befindliche Dateien gelöscht werden. Diese müssen Sie also erst auslagern. Windows-Rechner können zudem mit HFS+ nicht umgehen. Wenn Sie die Festplatte mit wechselnden Computersystemen nutzen möchten, eignet es sich deshalb nicht.

In einem solchen Fall müssen Sie eine schwierige Entscheidung treffen: Das alternative Format NFTS bietet sich auf dem Papier an, um eine externe Festplatte mit Mac und Windows zugleich zu nutzen. Das Problem dabei ist, dass das Apple-Betriebssystem NFTS von Hause aus nur lesen, aber nicht beschreiben kann. Über eine Zusatzsoftware lässt sich diese Klippe in der Theorie umschiffen.

Immer wieder kann es dabei aber Schwierigkeiten mit Sicherheitseinstellungen geben. Für private Macs lassen sich diese natürlich anpassen. Für Büro-Rechner ist dies in der Regel verboten.

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Zusammengefasst: Unsere Empfehlungen

Wir empfehlen eine externe SSD-Festplatte für das Zusammenspiel mit dem Mac im täglichen Gebrauch, die nach Möglichkeit über einen USB-C-Anschluss verfügt. Bei älteren Maschinen ist USB-A (als 3.0) ebenfalls möglich. Ist das Budget vorhanden, sollte auch Thunderbolt-3 unterstützt werden. Datenübertragungen sind auf diese Weise besonders schnell möglich. Gerade im Bereich der Video- und Bildbearbeitung macht sich dies bemerkbar. Idealerweise sollte die Platte ausschließlich für den Apple-Rechner (HFS+-Format) gedacht sein. Für einfache Backups genügt eine günstige HDD.

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