Glossar

JBOD

Was ist die Definition von JBOD?

JBOD- just a Bunch of Disks ist eine Art, Datenträger wie Festplatten oder SSDs an einen Rechner anzuschließen und dem Betriebssystem zu präsentieren. Dies ist beispielsweise bei einem normalen Computer der Fall, dessen Mainboard mehrere einfache SATA-Anschlüsse bereithält.

Was ist JBOD?

Einige Hardware-RAID-Controller verfügen über einen einstellbaren Modus, in dem die RAID-Funktion abgeschaltet werden kann, und die angeschlossenen Datenträger wie ein „normaler“ Controller an das Betriebssystem durchreicht. Der Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass die jeweiligen Datenträger mit der maximal möglichen Geschwindigkeit betrieben werden können und nicht von der CPU des RAID-Controllers limitiert werden. Weiterhin wird ein potentieller Single Point of Failure (der RAID-Controller als Bauteil) vermieden.

Die Datenträger werden dann je nach Verwendungszweck einzeln eingebunden und genutzt, beispielsweise als einzelnes Volume pro Festplatte (oder SSD). Alternativ kann per Software erreicht werden, dass die Datenträger nacheinander mit Daten aufgefüllt werden, was auf Applikationsbasis geschieht. Im Gegensatz zu einem RAID 0 lässt sich ein derartiges logisches Laufwerk einfach erweitern, indem weitere Datenträger (auch unterschiedlicher Größe) zusätzlich angeschlossen werden. Verbreiteter ist jedoch die Nutzung im Rahmen eines Software-RAIDs, bei dem das Betriebssystem die Datenträger zu logischen Laufwerken zusammenfasst und sich und die Datenverteilung und Redundanzmechanismen kümmert. Dies erlaubt eine hohe Flexibilität und einfache Erweiterbarkeit, die je nach Implementierung auch mit unterschiedlich großen Datenträgern funktioniert. Bekannte Dateisysteme sind ZFS oder btrfs unter Unix/Linux beinhalten entsprechende VolumeManager, während unter Windows Server mittels Storage Spaces aus einem JBOD ein RAID-Verbund hergestellt wird.