Glossar

RAID-Level

Verschiedene RAID-Level | Bild : ©YAYImages (Alex Golke)/Depositphotos.com

RAID ist die Abkürzung für „Redundant Array of Inexpensive/Independent Disks“. Das sogenannte Disk-Array ist eine nicht nähere spezifizierte Anzahl von Festplatten, welche in einem Verbund zusammengeschlossen sind und im Grund wie ein einziges großes Laufwerk arbeitet. Durch die Implementierung eines RAID-Verbunds ist sichergestellt, dass beim Ausfall einer Festplatte kein weiteres Speichermedium davon betroffen ist. Um einen möglichst großen Schutz zu bieten, werden Festplatten in RAID-Level unterteilt. Die am meisten genutzten Level sind 1, 5, und 6. Die RAID-Klassen 2, 4 sowie 7 sind weitaus weniger in diesem Bereich verbreitet.

Im Fokus steht die Serververfügbarkeit

Fallen beispielsweise mehrere Festplatten zur gleichen Zeit aus, hat ein solches Szenario durch den Einsatz eines RAID-Systems keine weiteren Auswirkungen. RAID-Level sorgen dafür, dass die Serververfügbarkeit weiterhin gewährleistet ist und die bis dato gespeicherten Daten nicht verloren gehen.

RAID 0

Ein RAID 0 besteht mindestens aus zwei Festplatten. Bei diesem System werden sämtliche Daten nicht zusammenhängend auf einer einzelnen Festplatte abgespeichert. Stattdessen teilt das System jeden Datensatz in einzelne Elemente auf und speichert diese abwechselnd auf den unterschiedlichen Festplatten. Diese spezielle Speichertechnik wird auch als Streifen-Verfahren bezeichnet.

RAID 1

RAID 1 dient dazu, eine höhere Ausfallsicherheit herzustellen. Bei diesem RAID-System werden sämtliche Daten stets auf jeder Festplatte des Verbunds gespiegelt abgespeichert. Verwenden Sie beispielsweise zwei Festplatten in einem RAID 1 und speichern etwas ab, wird die Datei gleich doppelt gespeichert und befindet sich im Anschluss jeweils in gleicher Form auf jeder der beiden Festplatten.

RAID 5

Im Gegensatz zu RAID 0 und RAID 1 benötigt ein System mit RAID 5 mindestens drei funktionstüchtige Festplatten. RAID 5 vereint die Redundanz von RAID 1 mit einer effektiveren Nutzung der Speicherkapazitäten. Ähnlich wie bei RAID 0 wird jeder Datensatz in einzelne Datenstreifen aufgeteilt und anschließend über zwei oder mehr Festplatten verteilt. Dies erlaubt im Anschluss eine höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeit beim Zugriff auf die Daten, da mehrere Festplatten gleichzeitig genutzt werden können.

RAID 6

Bei einem RAID-6-System erhöht sich die Zahl der benötigten Festplatten auf vier. Auch RAID 6 setzt auf eine Mischung aus Streifen und Parität, ähnlich wie dies bei RAID 5 der Fall ist. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass bei RAID 6 eine doppelte Parität zur Anwendung kommt. Das bedeutet, dass bei jedem Schreibvorgang nicht eine, sondern gleich zwei Paritätsaktualisierungen berechnet werden.

RAID 10

RAID 10 verbindet die Speichertechniken von RAID 0 (Streifen) und RAID 1 (Spiegelung). Dieses System setzt wenigstens vier Festplatten voraus. Zuerst werden alle gespeicherten Dateien in zwei Streifen unterteilt. Diese speichert das System anschließend jeweils gespiegelt auf zwei Festplatten.

RAID F1

Bei RAID F1 handelt es sich um eine neue Art von RAID, welches speziell für SSD-Festplatten entwickelt wurde. Vom Aufbau und der Nutzung der Speicherkapazitäten her ähnelt RAID F1 dem RAID 5. Allerdings verwendet RAID F1 einen speziellen Algorithmus, der dafür sorgt, dass die Schreiblast im System ungleichmäßig verteilt wird. Dies führt dazu, dass eine SSD-Festplatte stärker
belastet wird als alle anderen, sodass diese schneller ausfällt.