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NAS kaufen

NAS kaufen| Bild: © iconscart (Naveed Anjum)/Depositphotos.com

NAS kaufen – der Ratgeber

Für die meisten Menschen ist NAS auf den ersten Blick eine moderne Luxusfestplatte und nichts weiter. Dann gibt es auch Personen, die nicht wissen worum es sich bei NAS handelt und ob man selbst so etwas braucht. Aus diesem Grund ist dieser Guide entstanden, der die Vorteile von einem modernen NAS erklärt und verrät, dass sich dahinter mehr versteckt als eine Festplatte.

Zahlreiche Anwendungsfälle profitieren von NAS

Die leistungsfähige verbaute Hardware und die schnellen Übertragungsraten sorgen dafür, dass NAS bei zahlreichen Anwendungsfällen zum Helfer wird. Ob Backup-Lösung oder eigener Medienserver, ob Hochleistungsrechner oder Gaming-PC, NAS kann fast immer Vorteile bieten.

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Was ist NAS genau?

Die Abkürzung NAS steht für Network Attached Storage. Dahinter versteckt sich ein Speichermedium, welches ans Netzwerk angeschlossen wird. Wer einen USB-Stick an seinen Router anschließt, benutzt im weitesten Sinne bereits ein NAS. Doch genau betrachtet ist ein NAS ein spezialisiertes Gerät, was Platz für mehrere Festplatten bietet. Dadurch erhält der Nutzer eine ganze Menge verschiedener Funktionen angeboten, die das Thema Datenspeicherung revolutionieren.

Die Unterschiede zwischen einzelnen NAS-Systemen sind gar nicht so prägnant. Der größte Unterschied ist die Anzahl der Bays (die Laufwerkschächte). Im Privatbereich sind 2 oder 4 Bays am häufigsten zu finden. Großunternehmen nutzen allerdings auch große Racks, in denen mehrere Hundert Laufwerke Platz finden. Um für die maximale Sicherheit zu sorgen, werden die NAS-Systeme in einen RAID-Verbund eingebunden, der im Falle eines Ausfalls für Sicherheit sorgt.

Erstaunlicherweise arbeiten NAS-Systeme mit alten 3,5 Zoll HDD-Festplatten. Das wirkt zunächst erschreckend, denn am Arbeitsplatz und zu Hause wird heute mehr und mehr auf leistungsstärkere SSDs gesetzt. Doch die Ökonomie steht beim NAS im Vordergrund. Eine SSD-Festplatte ist um Längen teurer, als eine klassische HDD-Festplatte. Vor allem wenn im NAS mehrere davon verbaut werden, würden die Preise schnell ins Utopische steigen. Daher setzen die Anbieter auf die weit günstigere HDD-Variante und können daher mehr Speicherkapazität für kleines Geld anbieten.

Wofür wird ein NAS Gebraucht?

Die Mutter aller Fragen ist, warum sich Menschen ein NAS zulegen sollten? Ist eine USB-Festplatte nicht ausreichend? Was ist mit Cloudspeicherdiensten wie Dropbox und co? Natürlich sind all diese Optionen Alternativen. Ob Backup, Musik, Filme oder Daten – alles kann auch auf einer stinknormalen externen Festplatte gespeichert werden. Der Zugriff ist dann aber nur von einem Gerät aus möglich. Hat die Festplatte einen Defekt, sind die Daten Geschichte und können oft nur noch unter sehr schweren Bedingungen oder gar nicht wiederhergestellt werden.

Mehr Ausfallsicherheit bietet ein Cloud-Dienstleister, doch der Speicherplatz ist auch entsprechend gering. Hinzu kommen die Übertragungszeiten, die je nach Internetgeschwindigkeit ziemlich einschränkend sein können. Und zu guter Letzt haben viele noch ein Vertrauensproblem. Wer möchte schon intime und private Daten einem fremden Speicherdienst anvertrauen?

Die Vorteile eines NAS:

Verlorengegangene Daten sind der Horror. Die Hausarbeit auf der Festplatte, die Musiksammlung mehrere Jahre oder auch nur private Urlaubsfotos – wer schon einmal seine Festplatte verloren hat weiß, wie schrecklich das sein kann. Ein NAS sorgt für deutlich mehr Sicherheit, denn NAS setzt auf Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit.

Wer sich für ein 2-Bay-NAS* entscheidet hat den Vorteil, dass dank des Raid-Verbundes die Daten nicht nur auf eine, sondern auf beide Festplatten geschrieben werden. Wenn also eine der beiden Platten ausfällt, sind die Daten nicht verloren. Die Wahrscheinlichkeit, dass beide Festplatten im

Raid-System gleichzeitig ausfallen, ist äußerst gering.

Ein weiterer Vorteil ist die Geschwindigkeit eines NAS-Systems. Das System hängt im lokalen Netzwerk und bietet daher eine entsprechend hohe Performance. Hier kann vor allem im Vergleich mit einem Cloudserver das NAS-System punkten. Während die Verschiebung größerer Datenmengen in ein Cloudsystem durchaus relevante Zeit kosten kann, ist das NAS so leistungsstark, dass kaum ein Unterschied zur Leistungsfähigkeit der fest verbauten HDD festgestellt werden kann. Das NAS ist darauf ausgelegt, dass große Mengen an Daten hin und her geschoben werden. Um die maximale Effizienz zu nutzen ist es allerdings erforderlich, dass via Lan und nicht per WLAN verbunden wird.

Der Zugriff auf NAS ist überall möglich:

Die meisten Haushalte betreiben mehrere Computer. Nun gibt es persönliche Dateien, aber auch solche, die allen Personen zur Verfügung stehen sollten. Hierzu gehören oft Filme, Games, Dokumente und private Fotos. Liegen diese Dateien auf der NAS, können alle angeschlossenen Computer und sogar Smartphones darauf zugreifen.

Die meisten NAS-Hersteller bieten Apps an, mit denen die Nutzer auf den häuslichen Speicher zugreifen können. Eine automatische Synchronisation kann per Smartphone eingestellt werden. Auch umgekehrt ist die Synchronisierung möglich, so werden auf dem Telefon gespeicherte Urlaubsfotos automatisch auch im NAS abgelegt.

Die Flexibilität eines NAS:

Ein NAS-System punktet ganz vorn mit seiner Vielseitigkeit. Zwar ist das NAS optimal geeignet um persönliche Backups dort zu hinterlegen, doch die Systeme haben noch einen weit größeren Funktionsumfang. Mit OwnClowd können die gleichen Funktionen genutzt werden, die auch Dropbox als Beispiel anbietet. Der Vorteil ist jedoch, dass die Daten nicht bei fremden Anbietern gespeichert werden müssen. NAS lässt sich so stark personalisieren und vielfältig nutzen, dass es kaum einen Anwender gibt, der nicht nach kürzester Zeit die Vorteile erkannt hat.

Welches NAS ist geeignet?

Die Auswahl an verschiedenen NAS-Systemen ist groß, doch welches ist das richtige? Die Frage ist nicht pauschal zu beantworten, sondern richtet sich nach den eigenen Anforderungen und natürlich auch nach dem Budget. Einige Fragen sollten vor dem Kauf beantwortet werden, um das richtige System zu finden.

Die Ansprüche an das NAS:

Wofür soll das gewählte NAS genutzt werden? Dient es als Speicherort für Backups oder als Organisation einer Medienbibliothek? Ist das NAS für Geschäftsdaten eines Unternehmens gedacht und müssen viele Mitarbeiter gleichzeitig Zugriff haben? Sind gehobene Ansprüche vorhanden oder ist ein Einsteiger-NAS mit 2 Bays ausreichend?

Welche Software soll genutzt werden?

NAS-Hersteller bieten zahlreiche Apps und verschiedene Programme für ihre Systeme an. Um diese Apps zu nutzen, wird oft eine bestimmte Hardware im Computer vorausgesetzt. Bevor das NAS-System gekauft wird, sollte daher ein Abgleich mit dem vorhandenen, genutzten System erfolgen.

Muss das NAS aufrüstbar sein?

Ein simples NAS für den Heimbereich lässt sich kaum aufrüsten. Der Nutzer ist dann an den gebotenen Funktionsumfang gebunden. Bei einem hochwertigen Gerät hingegen gibt es Erweiterungsmöglichkeiten. Mehr RAM oder PCI-Steckplätze sowie weitere Prozessoren oder Kits für mehr Laufwerke. Vor dem Kauf sollte also überdacht werden, ob später mehr Funktionalität vom NAS gewünscht ist.

Die Lautstärke des NAS:

Im Heimbereich ist die Lautstärke des NAS nicht zu unterschätzen. Steht das System im Büro oder im Wohnzimmer, sollte es nach Möglichkeit leise arbeiten. Wird das NAS allerdings in einem gesonderten Zimmer platziert, ist die DB-Zahl relativ unrelevant. Der Standort sollte daher vorab geprüft werden, um dann die Lautstärke zu bestimmen.

Synology oder QNAP?

Welcher Hersteller ist der richtige? Die beiden größten Namen im Bereich NAS sind QNAP und Synology. Hochwertige Maschinen mit guter Leistungsfähigkeit, die auch für Anfänger geeignet sind. Während QNAP vorwiegend auf zahlreiche Möglichkeiten, luxeriöse Ausstattung und starke Hardware setzt, ist Synology preislich günstiger und setzt auf Bedienung via App. Faktoren, die es vor dem Kauf zu berücksichtigen gilt.

Der Preis des NAS:

Bei NAS-Systemen gibt es gravierende Preisunterschiede, je nachdem welcher Nutzungsumfang benötigt wird. Ein simples NAS mit ein bis zwei Bays sind bereits günstig zu haben. Rechenleistung und Arbeitsspeicher sind in dem Fall aber meist nicht aufrüstbar, sondern reichen nur für die klassische Datenspeicherung. Wer mehr Wünsche an sein NAS hat, sollte einige Euro drauflegen und dann ein Gerät erwerben, dessen Funktionalität deutlich abwechslungsreicher ist.