SSD

SSDs für NAS | Bild: ©ifeelstock (A Ancu)/Depositphotos.com

SSD für NAS Server

NAS Speicher benötigen als Speicher in Netzwerken eine gute Performance. Klassischerweise werden Festplatten eingesetzt, jedoch können Sie auch moderne SSD verwenden. Wir erklären Ihnen, welche Vorteile und welche Nachteile bestehen.

Was ist ein SSD?

SSD ist die Abkürzung für Solid State Drive. Es handelt sich um einen Massenspeicher, der als Festplatte fungiert. Die Ansprache des SSD erfolgt analog zur Ansprache einer klassischen Festplatte. Jedoch besteht ein wesentlicher Unterschied: Das SSD besitzt keine beweglichen Teile. Als Speichermedium ist im SSD ein Flash-Halbleiterspeicher vorhanden. Das SSD ist auch unter den Bezeichnungen Halbleiterlaufwerk und Festkörperspeicher bekannt. Auf dem Markt sind zahlreiche verschiedene Konstruktionsformen vorhanden. Die elektrischen Anschlüsse und die Bauform können den Eigenschaften optischer oder magnetischer Speicherplatten entsprechen – es sind aber auch vollkommen abweichende Konstruktionsformen möglich. Die PCIe-Steckkarte ist ein Beispiel.

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Die Geschichte der SSD

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann die Entwicklung von SSDs, die zunächst nur für Einzelanwendungen zum Einsatz kamen. Die Anwendungsmöglichkeiten erweiterten sich nach und nach, der massenhafte Einsatz wurde möglich. Ein Hindernisgrund der noch schnelleren Verbreitung waren die im Vergleich zur Speicherkapazität relativ hohen Kosten. Je häufiger SSD genutzt wurde und je weiter die Technologie voranschritt, desto günstiger wurden die Produkte. Parallel befassten sich die Hersteller mit der Baugröße der SSD. Moderne Speicher sind kompakt und handlich. Die User schätzen vor allem die Robustheit der SSD. Da keine beweglichen Teile vorhanden sind, sind SSD unempfindlicher als Festplatten.

Welche Vorteile bieten SSD?

Die mittlerweile kompakte Bauform ist ebenso ein Vorteil des SSD wie die Robustheit. Weitere Vorteile sind der niedrige Geräuschpegel und die kurzen Zugriffszeiten.

Was ist ein NAS?

NAS ist die Abkürzung für Network Attached Storage. Es handelt sich um einen netzgebundenen Speicher beziehungsweise dadurch impliziert um einen einfach zu verwaltenden Dateiserver. Sie nutzen den NAS, um im Rechnernetz Speicherkapazität bereitzustellen, ohne hierfür großen Aufwand zu betreiben. Moderne PCs sind mit Festplattenspeichern ausgestattet, die Dateien und Programme abspeichern. Diese lokalen Speicher dienen dem User an dem betreffenden PC. Die im Gehäuse verbaute Festplatte ist nicht dafür vorgesehen, anderen Teilnehmern im Netz als Speicher zu dienen, sie fungiert nur für lokale Zugriffe. Möchten Sie, dass Teilnehmer auch von anderen Rechnern auf die Daten zugreifen können, dann integrieren Sie einen NAS im Netz, auf dem sie die betreffenden
Dateien abspeichern. Obgleich die Dateien auf dem NAS gespeichert sind, erscheint der Zugriff für die User analog zum lokalen Zugriff. Der Eindruck entsteht, die Dateien würden auf dem PC vorliegen. Ein NAS-System kann als ein Serverdienst verstanden werden. Die an das Netz angeschlossenen Clients stellen Dateisysteme bereits, die von anderen Clients abgerufen werden
können.

Warum sollte ich SSD in NAS nutzen?

Die Grundidee ist, für den NAS einen Hochgeschwindigkeitsspeicher zu nutzen. NAS arbeiten in Netzwerken und müssen daher den schnellen Zugriff auf große Datenmengen realisieren. SSD fungiert als Hochgeschwindigkeitsspeicher und kann daher diesen Anforderungen genügen. Was liegt näher als SSD auch in NAS einzusetzen? Obgleich sich die Technologie stetig ändert und verbessert, soll im Folgenden ein kleiner Überblick über die Leistungsfähigkeit von SSD in NAS gegeben werden:

Zugriffsraten von 0,1 Sekunden sind bei modernen SSD gängig. Vergleicht man diesen Wert mit den Zugriffsraten eines Notebooks, dann wird der Unterschied deutlich: Ein Notebook arbeitet mit Zugriffszeiten von rund 10 Sekunden. Die Performance hinsichtlich der Zugriffszeit kann durch die Verwendung eines SSD somit um den Faktor 100 gesteigert werden. Wenn Sie einen schnellen Speicher für Ihren NAS benötigen, dann ist SSD somit eine gute Wahl. Ein zweites Argumente betrifft die Schreib- und Leseraten. Herkömmliche NAS realisieren 500 MB/s, wobei noch Potenzial besteht. Theoretisch sind höhere Geschwindigkeiten denkbar, die Datenübertragung wird durch den SATA-III-Port limitiert. Der Verzicht auf bewegliche Teile im SSD wirkt sich positiv auf die Lautstärke und die Temperatur aus. Das klassische Geräusch einer sich drehenden Festplatte ist Ihnen sicherlich bekannt. Beim SSD hören Sie ein solches Geräusch nicht, was die Nutzung angenehm macht. Der geringe Stromverbrauch ist ein weiteres Argument für die SSD. Zudem bleiben die Bauteile in ihrer Temperatur relativ konstant und kühl.

Welche Nachteile entstehen beim Einsatz von SSD in NAS?

Der einzige wahre Nachteil der SSD in NAS betrifft die Kosten: Aktuell (Stand 2020) müssen Sie mit den bis zu siebenfach höheren Kosten rechnen, wenn Sie SSD anstatt HDD in den NAS einbauen. Der Kostenvergleich bezieht sich auf die Speicherkapazität. Um die Kosten zu vergleichen, müssen Sie beim Kauf auf die Speicherkapazität der Produkte achten.

Ein Ausblick:

Die Zukunft des Einsatzes von SSD in NAS hängt von der Kostenentwicklung ab. Je günstiger SSD wird, desto mehr Kunden werden sich für die Verwendung und den Kauf entscheiden. In der Vergangenheit haben sich die Kosten für SSD bereits reduziert, sodass langfristig von weiteren Kostensenkungen auszugehen ist.