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Router IP-Adresse herausfinden: So klappt es

IP-Adresse finden | Bild : © Imilian (Maximilian Scharf)/Depositphotos.com

Router und Interne IP-Adresse herausfinden

Wenn Änderungen an der Router-Konfiguration vorgenommen werden sollen, oder ein Problem mit der Verbindung besteht, benötigen Sie Ihre IP-Adresse. Aber auch zur Installation von WLan-Geräten, digitalen Anrufbeantwortern, Portfreigaben für Konsolen und vielem mehr, müssen Sie Ihre IP, den verwendeten Gateway und verfügbare Ports kennen. Mit diesen Tricks klappt es innerhalb von Sekunden.

Warum steht die IP-Adresse nicht in meinem Handbuch?

Wenn Sie erstmals einen Internettarif bei einem Provider buchen und Ihre Hardware wie Modem und Router erhalten, werden Sie auf der Suche nach der zugewiesenen IP in der Regel enttäuscht. Die Handbücher enthalten zwar eine Anleitung, wie Sie den Router anwählen und Einstellungen ändern, nicht jedoch die IP mit der Sie sich mit dem Internet verbinden, oder im Netzwerk kommunizieren.

Das liegt vor allem daran, dass Ihre interne IP sich nicht ändert. Egal, welches Gerät Sie im Haushalt verwenden, Ihre interne IP Adresse bleibt nicht nur gleich, sie bezeichnet auch immer das erste Gerät, das an der Leitung angeschlossen ist. Wenn Sie sich direkt über den Router oder eine Homebox mit dem Internet verbinden, ist dies das Gerät, das die IP-Adresse nutzt. Einige wenige Nutzer haben zusätzlich ein Modem angeschlossen, über das TV, Internet und Telefon verteilt werden. Dieses Gerät dient meist nur als Hub. Ihre WLAN-Station ist ebenfalls streng genommen kein Router und nutzt die interne IP-Adresse nur mit.

Unterschied Interne und Externe IP-Adresse

Die Standard-IP für alle Geräte lautet 192.168.0.1, beziehungsweise 192.168.1.1. Das ist die IP, mit der Sie Ihren Router anwählen können, der direkt mit Ihrem Anschluss verknüpft ist. Diese Adresse wird auch als local domain bezeichnet und sagt nichts über Ihr Gerät oder Ihren Standort aus. Das ist die interne IP-Adresse. Wenn Sie einem Support-Techniker diese IP durchgeben würden, könnte er lediglich seinen eigenen Router ansteuern, nicht aber Ihren. Auf diesem Gateway, der 192.168.1.1, arbeiten alle Geräte im Heimnetz zusammen. In der Firmen-IT werden die IP-Adressen über zusätzliche Ziffern und externe IPs vergeben.

Die externe IP-Adresse ist jene, mit der Sie das Internet nutzen. Diese Adresse kann beispielsweise von Ihrem Provider nachverfolgt werden, wird jedoch auch hinterlassen, wenn Sie bei einer Onlinezeitung kommentieren oder einen Einkauf tätigen. Auch Straftaten werden über die externe IP zugeordnet.

Was ist die Fritz!Box Notfall-IP?

Zusätzlich zu interner und externer IP gibt es bei einigen Anbietern noch eine Notfall-IP. Besonders prominent wird diese mit der Fritz!Box genutzt, wenn Nutzer sich aus Versehen aus Ihrem eigenen Router aussperren. Unter Windows wird diese eingestellt mit Drücken der Tastenkombination Windows+R. Fügen Sie den Befehl „ncpa.cpl“ in das Feld ein und bestätigen Sie mit Enter. Unter Eigenschaften nutzen Sie das Internetprotokoll 4 und wählen unter Eigenschaften „IP-Adresse automatisch beziehen“ aus. Geben Sie im Browser die Notfall-IP 169.254.1.1 ein, um auf den Router zuzugreifen und beispielsweise das Passwort zu ändern.

Unter MacOS wählen Sie zum Einrichten den Finder -> Programme, Systemeinstellungen, Netzwerk, wählen „Ethernet“ aus und klicken auf „Weitere Optionen“. Unter dem IPv4-Punkt wählen Sie „manuell“ aus, geben die 169.254.1.1 ein und fügen die Teilnetzmaske 255.255.0.0 hinzu. Mit Okay ist die Notfall-IP gesetzt und kann angesteuert werden.

Externe IP-Adresse herausfinden

Um die externe IP-Adresse herauszufinden, haben sich zahlreiche kostenfreie Tools im Netz etabliert. Alles was diese Tools und Plugins im Grunde tun ist, Ihren Router anzupingen. Das Problem mit der IP ist nämlich, dass sie sich ganz einfach ändern lässt. Mit einem VPN simulieren Sie, an irgendeinem Ort auf der Welt zu sitzen. Viele Nutzer bleiben auch geografisch in der Nähe Ihres Standortes, aber wollen verhindern, dass der Provider ihr Surfverhalten nachverfolgen kann.

Wir empfehlen, Ihren Router nicht von Ihnen unbekannten Websites ansteuern zu lassen, um die aktuelle externe IP-Adresse herauszufinden. Rufen Sie stattdessen über den System32 Ordner als Administrator die cmd.exe auf und geben Sie den folgenden Befehl ein:

nslookup myip.opendns.com resolver1.opendns.com

Ihre aktuelle IP wird sofort unter „Address“ ausgegeben. OpenDNS ist ein Testserver des gleichnamigen Anbieters. Er ist absolut sicher. Durch die Eingabe über Ihren eigenen PC, statt einen Onlineservice zwischenzuschalten, wissen Sie genau, dass Ihre Daten nicht gespeichert werden.

Eigene externe IP aus dem VPN auslesen

Wenn Sie bereits einen VPN nutzen, um Ihre Identität online zu schützen, können Sie den Prozess rund um die Ermittlung Ihrer IP-Adresse deutlich abkürzen. Alle gängigen Programme zeigen Ihre IP-Adresse jederzeit an. Wenn Sie mit einem Server verbunden sind, sehen Sie die aktuelle IP direkt in der Benutzeroberfläche. Sind Sie nicht verbunden, zeigen die meisten Softwarelösungen eine Nachricht wie „Sie sind nicht geschützt“ zusammen mit Ihrer regulären IP-Adresse an.

Achten Sie darauf, Ihre externe IP-Adresse nur mit solchen Anwendungen, Diensten und Personen zu teilen, die Ihnen als Nutzer die Adresse zuordnen können dürfen. Apps, die die IP abfragen, aber keine weiteren Daten von Ihnen besitzen, können weder auf den Router zugreifen, noch mehr als eine ungefähre geografische Lage bestimmen. Erst durch die Kombination aus Daten wie Name, Anschrift mit der IP-Adresse kann diese gegen Sie verwendet werden.


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