Ratgeber

Router verstehen, auswählen und einrichten

Router verstehen und auswählen | Bild : © IgorVetushko (Igor Vetushko)/Depositphotos.com

Der Router ist das wesentliche Verbindungsglied zur Anbindung Ihrer Endgeräte an das Internet. Das Einrichten des Routers ist also für eine Internetverbindung der entscheidende Schritt. Sie wollen eine zuverlässige, sichere, schnelle und kostengünstige Möglichkeit, mit Ihren Geräten online zu gehen. Die Wahl des Routers ist dementsprechend essentiell.

Was ist ein Router?

Der Router hat die Aufgabe, Daten von einem Netzwerk in ein anderes zu vermitteln. Nachdem heute die meisten Netze wie das Internet nach dem IP Protokoll aufgebaut sind, erfolgt diese Vermittlung durch Weiterleitung von Datenpaketen. Ein Router ist mit mindestens zwei Netzen verbunden. Er erhält Datenpakete aus einem Netz und leitet diese je nach der im Paket enthaltenen Netzwerkadresse weiter. Der Router ist also ein aktives Gerät und nicht nur eine Art Signalverstärker in einer Leitung.

Typen von Routern

Der gesamte Datenverkehr im Internet wird über Router organisiert. Die Hauptleitungen sind an große Router angeschlossen, die riesige Datenvolumen bewältigen können und jedes Datenpaket an einen nächsten Router weiterleiten, der sich näher an der Zieladresse des Pakets befindet. Für Ihre Zwecke als Internetbenutzer ist der Router das Gerät, das Ihr LAN mit dem Internet verbindet und den Datenverkehr sicherstellt. Ein solcher Router wird auch als Gateway Router bezeichnet. Er wird in einem oft mit dem Akronym SOHO bezeichneten Umfeld eingesetzt, was ‚Small office, home office‘ bedeutet und einige Computer mit Peripheriegeräten wie Scannern und Druckern umfasst.

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Die Funktion einer Routers

Nach Regeln im Routing Protocol des Routers werden Datenpakete an verschiedene Anschlüsse des Routers weitergeleitet. Als Grundlage für diese Entscheidung verwendet der Router die IP-Adresse auf der Stufe 3 des OSI-Schichtenmodells eines Netzwerks. Diese Adresse ist die Grundlage der Routingentscheidung, der Router erstellt dann ein Stufe 2-Paket und leitet es weiter. Falls keine
andere Entscheidung nach diesen Regeln fällt, ist die Default-Möglichkeit für Ihren Router der Weg zu Ihrem Internetanbieter.
Im einfachsten Fall wollen Sie eine Verbindung eines Ihrer Geräte mit einem anderen herstellen, also etwa zwischen Ihrem Computer und einem Drucker. Da der Router die Adressen in Ihrem LAN erkennt, erfolgt eine Übertragung im lokalen Netz. Das Internet wird für eine solche Verbindung gar nicht in Anspruch genommen. Möglich ist auch, dass der Router aus dem Datenpaket Hinweise auf seinen Inhalt ableitet und das Datenpaket dementsprechend behandelt. Beispielsweise ist für Sprachsignale etwa aus Internettelefonie eine schnelle Weiterleitung wichtiger als für Datenpakete, die Teil eines Softwareupdates sind. Eine wichtige Aufgabe des Routers ist die Übersetzung von Adressen in den verschiedenen Netzwerken. In Ihrem lokalen LAN werden andere IP-Adressen verwendet als im globalen Internet. Der Router übernimmt diese Umsetzung. Auch kann der Router Funktionen wie eine Firewall oder die Verwaltung eines VPN oder virtuellen privaten Netzwerks übernehmen. Sicherheit ist auch für den Router ein wichtiges Thema.

DSL und VDSL

Diese Technologie gehörte zu den ersten Angeboten schneller Internetverbindungen. Ihr Vorteil liegt darin, dass für DSL gewöhnliche Telefonleitungen verwendbar sind und keine eigenen Kabel verlegt werden müssen. Bestimmte technische Voraussetzungen müssen allerdings erfüllt sein wie durchgehende Kupferleitungen zwischen der Vermittlungsstelle und Ihnen als Teilnehmer. Auch die Länge dieser Leitung darf eine gewisse Grenze nicht überschreiten. Diese Voraussetzungen sind heute allerdings für die meisten Teilnehmer erfüllt. Bevor Sie sich für einen DSL-Router entscheiden, überprüfen Sie diese sicherheitshalber. DSL verwendet einen anderen Frequenzbereich als Sprachtelefonie und stört diese also nicht. Beide Funktionen können also zur gleichen Zeit in Anspruch genommen werden. In der Variante VDSL erreicht eine solche Internetanbindung bis zu 200 Mbps. Für einen solchen Router sind die Kriterien hauptsächlich die Geschwindigkeit, die Möglichkeiten für den Anschluss von Geräten und die einfache Bedienbarkeit.

Kabelrouter mit dem Protokoll DOCSIS 3.0/ 3.1

Ein solcher Router stellt über ein für Kabelfernsehen vorgesehenes Kabel eine Verbindung zum Internet her. Er nutzt dafür die Frequenzbereiche einiger Fernsehkanäle. Im Vergleich mit DSL sind sowohl die Übertragungsrate als auch die Reichweite durch die Verwendung eines Koaxialkabels höher. Das Protokoll DOCSIS ist der Standard für die Datenübertragung in einem Breitbandnetz. Internet über Kabelfernsehnetze ist seine wichtigste Anwendung. Zum Herunterladen oder im Downstream und auch für Upstream sind theoretische Übertragungsraten von bis zu 1 Gbps verfügbar. Diese Raten werden allerdings keineswegs immer erreicht. Sie können sich informieren, welche Detailbedingungen an Ihrem Standort zu erwarten sind. Nachdem ein Netz für Kabelfernsehen benutzt wird, erfolgt die Übertragung beim Download an viele Teilnehmer gleichzeitig. Deshalb ist die Verwendung von Verschlüsselung wichtig, damit andere Teilnehmer auf Ihre Daten nicht zugreifen können. Das Protokoll DOCSIS sieht eine solche vor. Beiderseitige Datenübertragung ist im Kabelfernsehen natürlich nicht vorgesehen. Die entsprechenden Anpassungen sollten Sie nur von einem Fachmann durchführen lassen, dem sprichwörtlichen Cable Guy. Einen Kabelrouter können Sie über ein Webinterface konfigurieren. Unterscheiden sollten Sie den Erwerb des Routers von Ihrem Internetanbieter oder auf dem freien Markt. Ein Router des Anbieters ist oft teurer, der Anbieter kann ihn aber auf sein Angebot optimieren und der Support ist einfacher und billiger. Ein frei verkäuflicher Router ist in der Anschaffung billiger, Sie müssen aber selbst die Verantwortung für Updates übernehmen, da Ihr Anbieter keinen Zugriff auf das Gerät hat. Achten sollten Sie auch auf die Verfügbarkeit von Sprachtelefonie auf einem Kabelrouter.

Internet über Glasfaser

Glasfaser bietet Ihnen je nach Tarif eine garantierte Übertragungsrate von 300 Mbps bis zu 1 Gbps im Downstream und halb soviel im Upstream. Die Verbindung beginnt am Hausübergabepunkt, geht weiter zum Glasfaserleitungsanschluss oft im Keller zum Glasfaser-Teilnehmeranschluss und der Network Termination in Ihrer Wohnung, möglichst nahe am Router. Dieser muss nicht gesondert auf die Glasfasertechnologie angepasst sein, für seine Auswahl gelten dieselben Kriterien wie Anschlussmöglichkeiten und Bedienbarkeit.

LTE

Wollen Sie drahtlos surfen, bietet sich der Mobilfunkstandard LTE der dritten Generation an. Mit ihm kommen Sie auf Übertragungsraten von bis zu 1,2 Gbps. Um die Routerfunktion müssen Sie sich in diesem Fall nicht kümmern, denn sie ist in Ihr Smartphone integriert.

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