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VPN-Zugang in Fritz-Box einrichten

Fritz Box - VPN einrichten

Wer unterwegs eine sichere Verbindung zum eigenen Heimnetz herstellen möchte, der kann per VPN-Tunnel zugreifen. Dieser Fernzugriff funktioniert mit diversen Routern. Mit einer aktuellen Fritz!BOX des Herstellers AVM ist die durchzuführende VPN-Einrichtung aber besonders einfach abzuschließen. Wenige Schritte, die Sie ganz einfach vornehmen, reichen aus. Wir erklären Ihnen, wie Sie vorgehen müssen, um den VPN-Tunnel mit einer FRITZ!Box zu generieren.

Was ist ein VPN-Zugang?

Wenn der Begriff VPN fällt, geht es um eine Variante einer Technologie, die eigentlich „Virtual Private Network“ heißt. Einerseits gibt es seit 2002 webbasierende VPN-Dienste, die gegen Bezahlung einen anonymisierten Zugang zum weltweiten Internet anbieten. Andererseits gibt es die klassische VPN-Verbindung. Sie sorgt für eine sichere und verschlüsselte Verbindung zu einem internen
Netzwerk. Über diesen VPN-Zugang stellen Sie also auch außer Haus die Verbindung zum persönlichen Heim- oder zu einem Firmennetzwerk her.

Ein Zugang lässt sich mit manchen Routern einrichten. Die Einrichtung des VPN-Zugangs unterscheidet sich je nach Hersteller. Wer eine aktuellere FRITZ!Box von AVM verwendet, kann die Konfiguration in Minuten über das Betriebsmenü vornehmen. Im Anschluss steuern Sie über den Zugang zum Beispiel diverse Smart-Home Funktionen.

Mit dem VPN-Zugang greifen Sie außerdem auf eine angeschlossene Festplatte oder auf ein weiteres NAS-Gerät zu, sodass Daten, Musik oder Videos sogar unterwegs zu Ihrer Verfügung stehen. Wir erklären Ihnen, wie Sie vorgehen müssen, um vom VPN-Zugang mit einer FRITZ!Box von AVM zu profitieren.

MyFRITZ!: DNS-Dienst beziehen

Für einen VPN-Zugang über die FRITZ!Box benötigen Sie eine dauerhafte Internetverbindung. Außerdem brauchen Sie einen Computer mit einem zeitgemäßen Betriebssystem, das die VPN-Verbindung verarbeiten kann. Wichtig ist zudem eine Dynamische DNS (Domain Name System), sodass jederzeit der Zugriff aus der Ferne möglich ist. Solch eine DNS-Adresse erhalten Sie über den MyFRITZ!-Service von AVM.

MyFRITZ! ist ein kostenloser Dienst, der einerseits regelmäßige Nachrichten über den Status und etwaige Updates von FRITZ!-Produkten bringt. MyFRITZ! ermöglicht andererseits, über seine DNS-Funktion, den Zugriff über das Internet. Mit Hilfe des Dienstes hören Sie zudem Ihren Anrufbeantworter ab oder informieren sich über mögliche Anrufe.

Zudem lässt sich mittels MyFRITZ! auf die in einem NAS abgelegten Dateien zugreifen. Einstellungen an dem AVM-Router nehmen Sie ebenfalls über den Dienst vor. Zur Nutzung des Fernzugriffs ist eine Registrierung beim AVM-Dienst erforderlich. Dafür müssen Sie einfach ein kostenloses MyFRITZ!-Konto eröffnen.

Zu diesem Zweck loggen Sie sich in Ihrer FRITZ!Box ein. Wählen Sie im linken Reiter zunächst das Untermenü „Internet“ aus, bevor Sie auf „MyFRITZ!-Konto“ klicken. Auf der geladenen Seite müssen Sie den Unterpunkt „Neues MyFRITZ!-Konto erstellen“ anwählen.

MyFRITZ!: Registrierung abschließen

Geben Sie auf der Seite einfach Ihre E-Mailadresse sowie ein sicheres Passwort ein. Die Fritz!BOX zeigt Ihnen, welcher Grad an Sicherheit mit dem jeweiligen Passwort erreicht ist. Klicken Sie erst auf „Weiter“, wenn die AVM FRITZ!Box Ihnen einen hohen Sicherheitsgrad anzeigt. Mit dem Klick auf „Weiter“ lleiten Sie die Registrierung beim MyFRITZ!-Service ein. Daher können Sie im Anschluss zunächst auf „Beenden“ klicken.

Nach diesem Schritt müssen Sie auf Ihr E-Mail-Postfach zugreifen. Schließlich sendet Ihnen der FRITZ!Box-Hersteller AVM eine Bestätigungsnachricht, auf die Sie reagieren müssen, um den

Registrierungsprozess abzuschließen. Diese E-Mail enthält einen roten Button, auf den Sie klicken müssen, um die DNS-Registrierung zu vollenden.

Sie besitzen nun ein aktives Konto bei dem MyFRITZ!-Service, was Voraussetzung für den VPN-Zugang ist. Die weitere Einrichtung des DNS-Service in der FRITZ!Box verläuft automatisiert. Sie können auf den Dienst zugreifen, indem Sie die Adresse „https://myfritz.net“ nutzen. Nach dem Aufruf im Browser erscheint eine Eingabemaske, worüber Sie sich mit E-Mail-Adresse und Kennworteingabe einloggen.

FRITZ!Box: VPN-Profile einrichten

Mit seinem MyFRITZ!-Dienst bietet Hersteller AVM einen dynamischen DNS-Service, den Sie nach dem ersten Login ganz einfach über den Browser erreichen. Ihre persönliche „MyFRITZ!-Adresse“ sehen Sie direkt auf der Startseite des Service ein. Es handelt sich um die dynamische Domain, über die Sie Ihre FRITZ!Box fortan aus dem weltweiten Netz erreichen.

Mit der DNS-Adresse können Sie die eigentliche VPN-Einrichtung angehen. Es empfiehlt sich, falls noch nicht geschehen, neben dem „Admin“ weitere FRITZ!Box-Benutzerkonten anzulegen, denen Sie individuelle Rechte zur Nutzung des DNS-Dienstes verleihen. Zu diesem Zweck loggen Sie sich erneut in Ihre FRITZ!Box ein, bevor Sie in der linken Menüleiste auf den Punkt „System“ klicken.

Im sich nun öffnenden Untermenü finden Sie den Punkt „FRITZ!Box-Benutzer“. Klicken Sie dort auf „Benutzer hinzufügen“. Nun erstellen Sie einen neuen Nutzer. Dieses Profil kann die gleiche E-Mailadresse wie der MyFRITZ!-Benutzer besitzen. Aus Sicherheitsgründen ist es aber empfehlenswert, nicht das gleiche Passwort zu verwenden.

Im letzten Schritt müssen Sie zwei Haken setzen. „Zugang aus dem Internet erlauben“ sowie „VPN“ müssen Sie per Haken freigeben. Alle anderen Optionen sind optional. Sie sollten die Haken nur setzen, wenn Sie auch außer Haus vollen Zugriff auf das Heimnetzwerk erlangen wollen. Ansonsten gilt: Weniger Haken bedeuten mehr Sicherheit. So oder so müssen Sie den Prozess abschließen, indem Sie auf „OK“ klicken.

FRITZ!Box: VPN-Zugangsdaten nutzen

Herzlichen Glückwunsch: Ihr FRITZ!Box-VPN ist bereit. Sie können den Zugang testen, indem Sie die Einrichtung auf einem Smartphone vornehmen. Wenn Sie im Anschluss bei deaktiviertem WLAN auf den FRITZ!-VPN zugreifen, können Sie sich von der Funktionsfähigkeit überzeugen.

Zu diesem Zweck benötigen Sie die VPN-Zugangsdaten, die nach dem Abschluss der Einrichtung in der FRITZ!Box einsehbar sind. Sie können diese Daten verwenden, um das Smartphone vorzubereiten. Bei einem Android-Gerät unterscheidet sich die VPN-Einrichtung je nach Hersteller. Hier hilft ein Blick in die jeweilige Anleitung. Wenn Sie ein iOS-Smartphone verwenden, finden Sie die VPN-Funktion, indem Sie über die „Einstellungen“ auf den Menüpunkt „Allgemein“ zugreifen. Dort befindet sich der Unterpunkt VPN.

Nachdem die Daten im Smartphone gespeichert sind, sollten Sie das WLAN auf dem Endgerät deaktivieren. Danach greifen Sie auf den VPN-Zugang zu, sodass die Verbindung zum Netzwerk entsteht. Ihre Zugangsdaten verwenden Sie nicht nur, um mit dem Smartphone die Verbindung aufzubauen. Schließlich können Sie diese VPN-Daten verwenden, um Laptops, Tablets oder ähnliche Endgeräte einzurichten. Grundsätzlich funktioniert die Verbindung mit Windows-, Linux- und Mac OS-Betriebssystemen.

Bei Problemen: Teredo-Filter deaktivieren

Zum Abschluss der Einrichtung sollten Sie testen, ob Sie eine Internetseite öffnen können, nachdem Sie das Endgerät über den VPN-Kanal mit dem Heimnetzwerk verbinden haben. Wenn das nicht funktioniert, müssen Sie eine abschließende Einstellung am Teredo-Filter der FRITZ!Box vornehmen.

Trennen Sie zunächst sämtliche VPN-Verbindungen. Rufen Sie im Anschluss die Benutzungsoberfläche der FRITZ!Box auf. Im linken Menü finden Sie den Punkt „Internet“. Im Untermenü erscheint die Option „Filter“. Wählen Sie dort das Tab „Listen“ an. Auf der sich öffnenden Seite finden Sie den Unterpunkt „Teredo-Filter aktiv“.

Entfernen Sie den dortigen Haken. Klicken Sie nun auf „Übernehmen“. Setzen Sie den Haken erneut und wiederholen Sie die Übernahme-Prozedur. Durch das Zurücksetzen des Teredo-Filters sollte der VPN-Kanal überall funktionieren.

Was bringt der VPN-Zugriff?

Ein persönlicher VPN-Zugang bietet Ihnen viele Vorteile. So können Sie auch außer Haus auf Dateien im Heimnetzwerk zugreifen. Wenn sich Filme, Musik oder Fotos auf einem angeschlossenen NAS oder auf einem externen Datenträger befinden, können Sie derartige Daten fortan auch aus der Ferne abrufen. Zugleich greifen Sie mittels des Zugangs auf Smart-Home-Features zu.

Mit dem VPN-Zugang funktioniert die Verbindung meist sicherer und zuverlässiger als über den reinen Web-Zugriff. Aus der Ferne können Sie zudem das WLAN steuern. Per VPN lässt sich das Signal an- oder abschalten.

Außerdem umgehen Sie über den VPN-Zugang ausländische Geo-Blockaden. Schließlich surfen Sie über den eingerichteten VPN-Kanal mit Ihrer deutschen IP-Adresse, sodass Sie auf hiesige Angebote wie gewohnt zugreifen. Aus diesen Gründen lohnt es sich oft, den Aufwand in Kauf zu nehmen – und die VPN-Funktion mit unserer Anleitung vorzubereiten.

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